Ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl hat sich die Karlsruher SPD auf ein offenes Verfahren zur Nominierung ihres Kandidaten oder ihrer Kandidatin verständigt. Angesichts der engen gesetzlichen Vorgaben soll so sichergestellt werden, dass das Votum aller Parteimitglieder berücksichtigt wird ? also auch jener, die formal nicht stimmberechtigt sind. Für die Sozialdemokraten steht dies als bedingungsloses Bekenntnis zu modernen Beteiligungsstrukturen und einer breiten politischen Teilhabe.
In Reaktion auf die jüngsten Äußerungen des OB-Kandidaten Ingo Wellenreuther (CDU) bezüglich der Polizeidienststelle am Werderplatz (Südstadt) wirft die Karlsruher SPD dem Christdemokraten fehlenden Respekt gegenüber der Karlsruher Polizei vor. So bezeichnet der Kreisvorsitzende der Karlsruher Sozialdemokraten Wellenreuthers Vorgehen gar als "unseriöses Manöver".
Am 07.08.2012 weilte der gemeinsame OB-Kandidat der SPD und der GRÜNEN, der auch von der KAL unterstützt wird, Dr. Frank Mentrup, in Dammerstock-Weiherfeld. Drei Stunden lang spazierte er entspannt in Begleitung von SPD Ortsvereinsmitgliedern, des Landtagsabgeordneten Johannes Stober (SPD), der Fraktionsvorsitzenden der SPD im Gemeinderat Doris Baitinger, den Stadträtinnen Gisela Fischer (SPD), Ute Leidig (GRÜNE) und Stadtrat Dr. Eberhard Fischer (KAL) durch die beiden Stadtteile Weiherfeld und Dammerstock.
Mit einem Marathonprogramm waren die Karlsruher Sozialdemokraten auf ihrer Kreisdelegiertenkonferenz am Donnerstagabend,26. Juli, im Siedlerheim in Grünwinkel konfrontiert: Mitgliederehrungen, Landesdelegiertenwahl, Berichterstattung aus dem Landesvorstand sowie aus dem Karlsruher Sozialdezernat, Aussprache und dann noch zehn Anträge von der Basis. Und doch hätte die Stimmung kaum besser sein können, denn für viele scheint der Machtwechsel im Rathaus nur noch eine Frage der Zeit zu sein.