Am 27. November 2025 beteiligten sich die SPD Frauen Karlsruhe im Rahmen der internationalen Orange Days mit einer Aktion in der Karlsruher Fußgängerzone. Der Orange Day macht weltweit auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam und setzt ein sichtbares Zeichen gegen Diskriminierung und strukturelle Ungleichheit. Mit einem leuchtend orange gestalteten Stand waren wir präsent, um über die Hintergründe des Aktionstages zu informieren und auf bestehende Missstände aufmerksam zu machen.
Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern, die Verteilung von Informationsmaterial sowie der Aufruf, Petitionen und politische Forderungen zur Verbesserung der Situation von Frauen und Mädchen zu unterstützen. Mit Zitaten und klaren Botschaften machten wir deutlich, dass Gewalt gegen Frauen kein Randthema ist, sondern auch in Karlsruhe Realität bleibt. Jede dritte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens physische oder sexualisierte Gewalt – eine Zahl, die zum Handeln verpflichtet.
Für uns ist klar: Prävention, Schutzangebote und konsequente Strafverfolgung müssen weiter gestärkt werden. Die Umsetzung der Istanbul-Konvention ist dabei ein zentraler Maßstab für wirksame Maßnahmen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. Wir begrüßen, dass in Karlsruhe die Anstrengungen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen kontinuierlich weiterentwickelt werden. Gleichzeitig bleibt es unsere Aufgabe als Sozialdemokratinnen, politisch Druck zu machen und Solidarität zu zeigen. Orange steht für Hoffnung – und für unseren klaren Anspruch auf ein gewaltfreies Leben für alle Frauen und Mädchen.
Traditionell lädt die AG60plus zum poltischen Aschermittwoch ein. Anläßlich der Landtagswahl am 8.März spricht
Katja Mast (MdB; Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales) zu dem Thema:
Als Bundestagsabgeordnete für Pforzheim und den Enzkreis gestaltet Katja Mast die Zukunft der Menschen vor Ort in nächster Nachbarschaft zu Karlsruhe, als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales steht sie an der Schnittstelle zwischen Parlament und Bundesregierung.
Und auch für Baden-Württemberg will die SPD Zukunftsperspektiven eröffnen und es vor weiterer Stagnation bewahren. Unsere Kandidierenden für den Landtag Meri Uhlig und Adrian Keller werden anwesend sein.
Wann und wo?
Mittwoch, 18. Februar 2026 um 10.00 Uhr
im Restaurant Dionysos, Rudolf-Breitscheid-Straße 2 in Oberreut
Die SPD Frauen Karlsruhe organisieren am 20.1.2026 eine Lesung der Bestsellerautorin Alexandra Zykunov im Tollhaus.
Sie liest aus ihrem zweiten Buch "Was wollt ihr denn noch alles ?!" in dem sie unbekannte, absurde, aber leider sehr reale Zahlen, Studien und Unmöglichkeiten zusammenträgt, die schmerzlich aufzeigen, wo Frauen noch immer benachteiligt werden.
Diese Themen beschäftigen uns als SPD Frauen immer wieder und immer noch und darum freuen wir uns, dass Alexandra Zykunov zu uns nach Karlsruhe kommt und ihre gleichermaßen amüsante und lehrreiche Sicht auf die Dinge präsentiert.
Karten sind für 18,-€ (9,-€ ermäßigt) im Vorverkauf erhältlich: https://tickets.tollhaus.de/produkte/90480-tickets-alexandra-zykunov-kulturzentrum-tollhaus-karlsruhe-am-20-01-2026
Der Ludwig-Marum-Preis 2025 wurde am die Schülerakademie Karlsruhe und ihre Schülerinnen und Schüler für ihre Arbeit im Rahmen des gemeinsamen Projekts mit dem Generallandesarchiv Karlsruhe "Denunziation – Repression – Verfolgung. Politischer Dissens und Alltagskriminalität vor den NS-Sondergerichten 1933-1945" ausgezeichnet. Förderer und Kooperationspartner des Projekts ist die Bundesstiftung Erinnerung – Verantwortung – Zukunft (EVZ).
Zur offiziellen Zeremonie in der Karlsburg in Karlsruhe-Durlsch waren Peter Gilbert und Tobias Markowitsch sowie zahlreichen Schülerinnen und Schüler aus dem Projekt gekommen, um den Preis entgegenzunehmen.
In dem Projekt analysierten die Schülerinnen und Schüler NS-Sondergerichtsakten und erkannten so den den Unrechtscharakter der NS-Diktatur. Sie erfuhren, wie ein kritisches Wort über ein Regierungsmitglied, ein Lebenswandel, der nicht den Erwartungen gesellschaftlicher NS-Machthaber entsprach, ein politischer Witz, unbedacht in Gegenwart Fremder erzählt, aber auch Denunziationen - die Fake-News der damaligen Zeit - zu einem Strafverfahren vor einem NS-Sondergericht führten. Demgegenüber stellten sie die Werte Rechtsstaatlichkeit und Demokratie unseres Grundgesetzes.
Mit einem Kranz auf dem Karlsruher Stadtfriedhof erinnert der SPD-Kreisverband Karlsruhe-Stadt an den 74. Todestag des Sozialdemokraten und Karlsruher Ehrenbürgers Adam Remmele, der am 9. September 1951 nach einem politisch bewegten Leben gestorben ist. Remmele war während fast der gesamten Periode der Weimarer Republik Regierungsmitglied des neu entstandenen deutschen Teilstaates “Republik Baden” und hatte – vor allem als Innenminister – einen erheblichen Anteil am Aufbau einer modernen Verwaltung und demokratischer Strukturen in Baden und teils auch im gesamten deutschen Reichsgebiet.
In besonderer Erinnerung ist der SPD-Politiker allerdings nicht nur wegen der langen Liste seiner Verdienste um die Demokratie und das Gemeinwesen: Schon kurz nach der Machtergreifung der Nazis wurde Remmele gemeinsam mit Ludwig Marum und fünf weiteren Sozialdemokraten in einer entwürdigenden, öffentlich inszenierten Schaufahrt durch die Karlsruher Innenstadt gefahren und ins KZ Kislau bei Bruchsal überstellt. Diese Fahrt stellt einen ersten traurigen Höhepunkt der Repression im entstehenden NS-Staat dar und markiert zugleich einen Tiefpunkt in der Karlsruher Stadtgeschichte. Während Ludwig Marum im KZ Kislau auf Betreiben des damaligen Gauleiters von Baden, Robert Wagner, ermordet wurde, kamen Remmele und die anderen unter strengen Auflagen wieder frei.
Nach dem Krieg wirkte Remmele vor allem beim Wiederaufbau der Konsumgenossenschaften und der Volksfürsorge mit und war Mitglied des zweiten, erweiterten Frankfurter Wirtschaftsrats.
“Adam Remmeles Leben und Wirken als Demokrat und Gewerkschafter ist über alle Maßen inspirierend”, betont der SPD-Kreisvorsitzende Parsa Marvi und ergänzt: “Remmele verkörpert all jene Werte, die uns Sozialdemokrat:innen verbinden – allen voran Gerechtigkeit, Solidarität, Aufrichtigkeit und viele weitere. Sein Beispiel gibt Orientierung und wir halten sein Andenken in Ehren.”